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"SOMMER LIEBEN" von Katharina Schlender
So ist das mit der Liebe.
Sie kommt oder sie kommt nicht
Sie geht oder bleibt.
Mal nur ein Sommer.
Mal ein ganzes Leben.
(Gitte Hoff SOMMER LIEBEN)
| Regie: Lars Vogel | |
Es spielen: |
Daniel Koch: Theo Sonder |
| Bühne: Stefan Oppenländer | |
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Phillip Heitmann: Pascal Sonder |
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Jörg Zuch: Viktor Sonder |
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Stefanie Lanius: Eva Hoff |
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Sanne Schnapp: Gitte Hoff |
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Christine Rollar: Jasmin Gaschke |
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Max Landgrebe: Rico Röwer |
Wären nicht Spinnen und Sand im Zelt, defekte Duschkabinen und eine tiefe Unruhe, könnte Gitte Hoff den Campingurlaub mit ihrer Tochter Eva vielleicht genießen. Sie war schon einmal hier, damals zur Klassenfahrt, und gerade fünfzehn als ihr Eva „passierte“. Jetzt ist sie immer noch jung und quält sich mit der Angst, dass eine unbedachte Sommerliebe ihrem Kind das Leben kaputt machen könnte. Der Grund wohnt nebenan in einem Caravan. Pascal und Theo, die halbwüchsigen Söhne von Victor, die heißhungrig und unerfahren sind. Als zwischen Eva und Theo noch nicht mal eine winzige Zärtlichkeit getauscht ist, zieht Gitte am Automaten eine Packung Kondome und steckt sie Theo zu. Einfach nur peinlich, findet Eva, die sich das vermasselte Leben ihrer Mutter nicht überstülpen läßt. Katharina Schlenders Figuren tasten mit feinnervigen Dialogen nach ihrem Platz in diesem scheinbar so leichten Beziehungsgefüge. Blitzlichtartig werden Lebensläufe sichtbar. Projektionen, Hoffnungen und Täuschungen bei den flügge werdenden Kindern wie bei den immer noch oder schon wieder nach Glück suchenden halbierten Eltern. Im Winter, im Schnee, kreuzen die Spieler noch einmal die Bühne. Was ist vom Sommer geblieben? Die Erinnerung an einen flüchtigen Salzkuß, an heillos süße Verwirrung und an bloße Haut.
Katharina Schlender geboren 1977 in Neubrandenburg. Studierte an der Universität der Künste Szenisches Schreiben und arbeitet seit 2000 als freischaffende Autorin in Berlin. Alle Veröffentlichungen bei henschel Schauspiel Theaterverlag Berlin sowie bei Whale Songs Communications Verlagsgesellschaft Hamburg. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. 2008 das Stipendium zum Deutschen Kindertheaterpreis. 2005 den Publikumspreis der St.Galler Autorentage. 2003 den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes, Stipendium Deutscher Literaturfonds. 2002 und 2000 den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis. 2001 Kleist-Förderpreis für junge Dramatik, Stipendium der Preußischen Seehandlung. Aufenthalte im Stuttgarter Schriftstellerhaus, Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf u. a.
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