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"LIZA – AM LETZTEN ABEND BAUCHFREI" von Andreas Sauter und Bernhard Studlar
| Regie: Oleg Myrzak | |
Es spielen: |
Larissa Fuchs: Liza Jeschke |
| Bühne: Stefan Oppenländer | |
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Elisabeth Müller: Helene |
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Nikolaj Puschenko: Eugen |
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Marcus Schinkel: Ron |
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Timur Isik: Ralf |
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Roman Kanonik: David |
Figuren:
Liza Jeschke, eine junge Frau und Mutter: “Ich stehe da, auf der Brüstung und schaue mir zu dabei. Als wäre das jemand anderes. Einfach fallen lassen. Den Schritt tun. Die Schwelle zum Glück vielleicht.”
Helene, Lizas Mutter, mag gern Kirschkuchen und lange Ausführungen ins Nichts.
Eugen, Lizas Vater, ist lieber still, sagt aber, wenns ihm nicht paßt.
Ron, Lizas Freund. Zur Zeit Experte für Statik bei Umbauten, hat eigentlich nie was richtig gelernt, kann aber alles. Zum Beispiel auch Mechaniker.
Ralf, Lizas Exfreund. Versucht Goethes Farbenlehre anhand neuster Erkenntnisse der Physik zu widerlegen, eigentlich Vater.
David, Lizas kleiner Bruder."Was soll man da noch sagen?”
Scheinbar eine alltägliche Geschichte: Liza, eine junge Frau, wird schwanger, kurz nachdem sie ihre Ausbildung geschmissen hat. Der Vater kommt mit dem plötzlichen Zuwachs nicht zurecht, und so beenden beide die Beziehung. Keine unlösbaren Lebensprobleme bislang. Bis das Kleinkind eines Tages zu schreien beginnt und nicht mehr aufhört damit.
Ein Kind stirbt. Die Mutter hat es zu Hause zurückgelassen, hat die Türe hinter sich geschlossen und ist zu ihrem neuen Freund abgezogen. Die junge, attraktive Frau hat einmal alles vergessen, die Zeit, ihre Verantwortung, ihre Tochter Lea. Als sie wieder auftaucht aus ihrem Ausflug in die Freiheit, ist das Kind tot. Andreas Sauter interessiert die Grausamkeit unter der Oberfläche des Alltäglichen. Mit irritierender Leichtigkeit erzählt er in dichten Szenenfragmenten ein zeitgenössisches Drama aus einer Welt in der scheinbar alles in Ordnung ist.
Es gibt medizinische Erklärungen. Unerklärlich bleibt die Sehnsucht Lizas, einfach zu springen. Ohne die Leine zu ziehen. In die Freiheit. Ins Unglück.
PRESSE: »Ein raffiniert aufgebauter Text, der die Einheit von Ort und Zeit sprengt, der alle Grenzen verwischt und das Gestern mit dem Morgen mischt.« (Stuttgarter Zeitung)
»Die Tragik nistet bei Andreas Sauter in den Ritzen des vermeintlich ganz normalen Lebens.«
(Esslinger Zeitung)
Andreas Sauter geboren 1974 in Zürich. Hat an der Universität der Künste Szenisches Schreiben studiert und arbeitet als Autor und Regisseur für Theater, Hörspiel und Film. Seit 1998 besteht eine Co-Autorenschaft mit Bernhard Studlar. Alle Veröffentlichungen bis 2007 bei Henschel Schauspiel Theaterverlag; ab 2008 bei schaefersphilippen Theater und Medien. Die Stücke wurden u. a. in Chemnitz, Stuttgart, Bielefeld, Zürich, Osnabrück, Bern uraufgeführt. Preis für Kurzprosa, Holozän Zürich, 1997. Preis für eine Radikalkomödie Staatstheater Kassel, 2000 (mit B. Studlar). Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker, 2000 (mit B. Studlar). Auszeichnung für Filmexposè »Crap Nair«, Locarno 2002 (mit R. Ralston). »A. ist eine Andere«, Hörspiel des Jahres 2004, Radiostiftung Basel (mit B. Studlar)
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