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"FIEGE Ein Stück ohne Geilheit"
von Andreas Sauter und Bernhard Studlar

Regie:    Oliver Bierschenk      Es spielen:   Martin Rother: Fiege
Bühne:   Stefan Oppenländer        Elke Appelt: Carla, Fieges Schwester
       Anja Haverland: Fräulein Wiskowiak
       Philipp Alfons Heitmann: Moritz Mautner
       Peter Marty: Theodor Ludwig Kunze
       Michael Gerlinger: Der Matador
       Stefanie Schuster: Rosie

Aufstehen, Duschen, die dominante Schwester beim Zeitunglesen ertragen, pünktlich an die Arbeit, Patentanträge ablehnen, dabei durchaus bemüht, in den Absagen einen persönlichen Ton zu finden, zwischendurch mit dem Kollegen Mautner in die Kantine gehen und sich von ihm wieder einmal das Dessert abluchsen lassen ... derart sensationslos reihen sich Herrn Fieges Tage aneinander. Nur mittwochs gönnt er sich eine halbe Stunde Spontaneität - und geht in den Zoo. Ein durchschnittlich graues Leben, könnte man vermuten. Doch der erste Anschein trügt. Denn Fiege wird geliebt, angehimmelt geradezu. Erna Wiskowiak heißt sie und bekocht ihn als Haushälterin jeden Abend köstlich. Fiege ist überfällig, sie hat ihn weichgekocht. Bereits bei der ersten gemeinsamen Mahlzeit kommt es zum Du, und Fiege versteigt sich gar zu einer Einladung der Wiskowiak in den Tierpark. Vergessen sind die herrische Schwester und der jede Regung observierende Hauswart. Doch in dem Moment, da Fieges Herz den Aufstand probt, passiert etwas Schreckliches.
Das liebenswürdige Porträt eines spießigen Zauderers, dem im Moment seiner späten Revolte das Schicksal ein Schnippchen schlägt.

PRESSE: »Komisch ist das auch. Vor allem aber gekonnt, gewandt und eine Offenbarung an dramaturgischem Raffinement. Der Text arbeitet mit der Spannung zwischen erzählerischen Auslassungen, die er mit Traumqualitäten füllt und als Wachtraum anrichtet, als Traum mit offenen Augen. In lockerem Ton verschmelzen wie zufällig die Lebenswelten der Figuren und ihrer Sehnsucht und kleine, nur halb skizzierte Ereignisse fügen sich aneinander zu einer Stimmung, in der das Eigentliche ungesagt bleibt. Dieses sehr Heutige, sehr Einfache: die Angst vor dem Leben, vor dem Gefühl.« (NEUE ZÜRICHER ZEITUNG)

 

Andreas Sauter Andreas Sauter geboren 1974 in Zürich. Hat an der Universität der Künste Szenisches Schreiben studiert und arbeitet als Autor und Regisseur für Theater, Hörspiel und Film. Seit 1998 besteht eine Co-Autorenschaft mit Bernhard Studlar. Alle Veröffentlichungen bis 2007 bei Henschel Schauspiel Theaterverlag; ab 2008 bei scheafersphilippen Theater und Medien. Die Stücke wurden u. a. in Chemnitz, Stuttgart, Bielefeld, Zürich, Osnabrück, Bern uraufgeführt. Preis für Kurzprosa, Holozän Zürich, 1997. Preis für eine Radikalkomödie Staatstheater Kassel, 2000 (mit B. Studlar). Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker, 2000 (mit B. Studlar). Auszeichnung für Filmexposè »Crap Nair«, Locarno 2002 (mit R. Ralston). »A. ist eine Andere«, Hörspiel des Jahres 2004, Radiostiftung Basel (mit B. Studlar)

Andreas Sauter Bernhard Studlar Geboren 1972 in Wien. 1991-1996 Studium an der Universität Wien (Theaterwissenschaft, Philosophie, Germanistik, Publizistik). 1995-1998 Dramaturg und Regieassistent am Theater der Jugend in Wien. 1998-2002 Studium an der Hochschule der Künste im Fach "Szenisches Schreiben". Bernhard Studlar schreibt Stücke als Einzelautor sowie im Autorenduo mit Andreas Sauter. 2001 Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes für sein Stück Transdanubia-Dreaming, das im Januar 2003 am Burgtheater Wien uraufgeführt wurde. Das erste mit Andreas Sauter gemeinsam verfaßte Stück A. ist eine andere wurde mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatik 2000 ausgezeichnet. All about Mary Long erhält den Preis für eine "Radikalkomödie" vom Staatstheater Kassel (UA beim Donaufestival 2004). 2003 Uraufführung von Fiege am Theater Bielefeld. Im Dezember 2003 Uraufführung von Mariedl-Kantine am Burgtheater Wien. Preis für das "Hörspiel des Jahres 2004" der Stiftung Radio Basel für A. ist eine andere. Bernhard Studlar lebt als freischaffender Autor in Berlin und Wien.



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