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Für ein Berliner Autorentheater Wir Battle-Autoren feiern unser vierjähriges Jubiläum! Vor vier Jahren verfassten wir ein Papier „für ein zeitgenössisches Autorentheater“, das von vielen Theaterleuten unterzeichnet wurde. Daraufhin haben wir viel diskutiert, wurden diskutiert und interviewt und eingeladen. Es gab ein großes Symposion namens "Schleudergang Neue Dramatik", wo sich viele Theatermacher, darunter auch Intendanten, für eine Besserstellung der Autoren aussprachen, beispielsweise auch für mehr Hausautorenstellen. Wir haben also viel ausgelöst, aber passiert ist – nichts! Oder fast nichts. Um nicht nur zu quatschen, sondern selbst etwas zu verändern, haben wir in den vergangenen drei Jahren die ersten, zweiten und dritten Berliner DramaTischTage ins Leben gerufen. Kleine Theaterautorenfestivals, in denen wir Stücke präsentierten jenseits von Modetrends und der Bemühung, den nie dagewesenen minderjährigen neuen Schiller auszugraben. 2010 haben wir zudem die TrolleTischTage organisiert, zum 65-jährigen Jubiläum von Lothar Trolle. Die letzten zwei Jahre lief eine „Kaltlesungsreihe“ im „Theater Eigenreich“ und im „Theaterdiscounter“ mit anschließendem Arbeitsgespräch über noch nicht fertige Theaterstücke. Aber wäre nicht noch mehr möglich? Ein Berliner Autorentheater, das zeitgenössische Dramatik spielt und von Berliner Dramatikerinnen und Dramatikern gestaltet wird. Ein Raum, in dem Autoren nicht am Katzentisch sitzen, sondern mit den Mäusen auf dem Tisch tanzen. Wo die Hierarchie flach ist. Wo der Regisseur ein Stück nicht für seine Phantasie benutzt, sondern seine Phantasie für ein Stück. Wo der Autor mehr ist als ein Textlieferant. Wo der Autor dem Publikum vielfältig begegnet. Wo der Autor in den Theaterentstehungsprozeß einbezogen werden kann. Wo keine Uraufführungsgeilheit herrscht… Starke Stücke sind mehr denn je notwendig. Texte, die überraschen und herausfordern, auch in der Präsentation. Es geht uns nicht um altbackenes Sprechtheater, sondern um einen erweiterter Theaterbegriff, der Theater stärker mit Realität konfrontiert. Sei es in Inszenierungen, Lesungen oder Musikabenden, im Chor, beim Speeddating oder beim Liebesbriefservice. Dramatik im Dunkeln oder im Rückspiegel. Dramatik zum Kotzen, Dramatik zum Lachen. Dramatik! Ein Berliner Autorentheater wäre nötig. Wir sind dran! Liebe Freunde, Kollegen und alle anderen Interessierten, wir möchten Euch am Freitag, den 15. Juli 2011, um 20 Uhr herzlich zum Battle-Autor-Spezial mit Party in den Theaterdiscounter, Klosterstraße 44, 10179 Berlin, einladen. Eine Autorenperformance zum Thema Schluss mit zeitgenössischer Dramatik! Zum Ende der Spielzeit lassen wir die Hosen runter und die Korken knallen. Jeder hat bis zu fünf Minuten Zeit, seine Vision eines anderen Theaters, zu erklären (auch du, falls du eine zur Hand hast), einen Text dazu vorzutragen, ein Lied, einen Witz, Stücke herum zu reichen, was auch immer. Wer am Ende vom Abend die Krone bekommt, bzw. auf dem Grill landet, steht noch nicht fest. Im Anschluss Buffet und Party mit DJ Oleg Visionseinreichungen bitte an: kontakt@battle-autoren.de oder am 15. Juli ein bisschen früher da sein! Vor der Kaltlesung im April ein Satz über uns von einem von uns: "Die BattleAutoren waren ursprünglich eine Vereinigung von Theaterautoren zur solidarischen Vertretung ihrer Interessen, die Partner fanden in Theaterleuten, um zunehmend auf Texte aufmerksam zu machen, die vom etablierten Theaterbetrieb marginalisiert sind – im Versuch, eine künstlerischen Öffnung des ökonomisch und ästhetisch stigmatisierenden Mainstreams zu erreichen." Igor Kroitzsch, Dramatiker Nach der Kaltlesung im April ein Brief an uns: "Liebe Petra Speck! Nochmals vielen Dank für die Möglichkeit im Theaterdiscounter und den angenehmen Abend dort. Besonders sympathisch war die unprätentiöse Battle-Atmospähre, auch die durchaus ungewöhnliche Abwesenheit von Klugscheissern. Und mit Henning Bormann haben Sie ins Schwarze getroffen, er ist ein guter Schauspieler, der seinen Text versteht und mit seiner Ausstrahlung handwerklich sauber umgeht. Na, das war mal was. Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Freunde/Kollegen" Jörg-Michael Koerbl, Dramatiker, Schauspieler, Regisseur Man könnte sagen, es läuft. In ihren Programmheften wettern die Theater gegen ökonomische Strukturen, denen sich ihre Produktionen dann unterordnen. Eine Polemik in sechs Punkten von Christoph Nußbaumeder ("der freitag" vom 03.03.2011) "Alles, was Sie sehen, wurde geschrieben!" Erklärung der Drehbuchautoren zur 61. Berlinale. Solidarität!... |